Session-Ideen

Wenn Sie direkt zu den Session-Vorschlägen gelangen möchten, scrollen Sie einfach runter.

Wie unter Was ist ein BarCamp? erklärt, können wir Ihnen zu diesem Zeitpunkt nicht mitteilen, welche Inhalte auf dem IT Juristinnen Tag vorgetragen und diskutiert werden. Schließlich kommt es darauf an, welche Sessions von den TeilnehmerInnen angeboten werden und welche Sessions Sie als hörens- und sehenswert auswählen. 

Möglicherweise können sich jedoch einige von Ihnen, die mit dem Format des BarCamps  noch nicht ganz so vertraut sind, nicht recht vorstellen, was unter einem “Session-Angebot” zu verstehen ist. Aus diesem Grund haben wir hier im Vorwege vier TeilnehmerInnen gebeten, sich selbst sowie die von Ihnen geplante Sessions, bzw. die Session-Ideen an dieser Stelle schon einmal vorzustellen.

Ihnen gefallen die hier aufgeführten Themen nicht? Kein Problem. Bringen Sie selbst Ihre Session-Ideen mit und diskutieren Sie die Themen auf fachlich hohem Niveau mit den KollegInnen, die Sie schon  immer einmal auf einer Veranstaltung sehen wollten! Gerne stellen wir auch Ihre Session-Idee im Vorwege hier schon vor. Schreiben Sie uns einfach.

Übrigens, die Vorstellung einer Session-Idee an dieser Stelle sagt nichts darüber aus, ob die jeweilige Session auch tatsächlich stattfindet. Denn dafür müssen die Sessions selbstverständlich erst noch von den TeilnehmerInnen bei der Sessionplanung gewählt werden! 

Last but not least, Sie wundern sich, dass eine Teilnehmerin hier zwei Sessions vorstellt? Tja, auch das ist bei einem BarCamp kein Problem. Sie können selbstverständlich auch mit zwei Session-Ideen pitchen.  

Hier sind die Session-Vorschläge

 

KBock

Ja, ich will - nicht!

Möglichkeiten und Grenzen der Einwilligung im Datenschutzrecht

Ich will mit Ihnen diskutieren, bei welchen Gelegenheiten eine Einwilligung Sinn macht, unter welchen Umständen sie nicht freiwillig erfolgt (Machtasymmetrie, information overload, etc.) und wie es dabei um den Gemeinschaftsbezug (Art. 8 GRCh) steht. Anders ausgedrückt: Selbstbestimmung oder Nanny-State –  Geht mit einer Einwilligung alles oder sollte es Grenzen geben? Wenn ja, wo liegen diese und aus welchem Grund sollten sie bestehen?

Kirsten Bock

Kirsten Bock arbeitet seit vielen Jahren als Datenschutzjuristin im aufsichtsbehördlichen Bereich und ist Mitglied der Ländervertretungen Deutschlands in Arbeitsgruppen des europäischen Datenschutz- ausschusses (EDSA, ehemals Artikel-29-Datenschutzgruppe). Kirsten ist eine der Autorinnen des Standard-Datenschutzmodells und veröffentlicht regelmäßig Fachbeiträge und unter @privacyDE.

Digitale Desinformation

Regulierung zwischen Fake News, Information Warfare und Zensur.

Die gezielte Verbreitung von Desinformation im digitalen Raum stellt ein neues Risiko für unsere demokratischen Prozesse dar. In der vorgeschlagenen Session sollen verbreitete Annahmen auf den Prüfstand kommen: Wer verbreitet Desinformation und warum? Welche Rolle spielen Social Bots, Dark Social und Algorithmen der Sozialen Netzwerke? Auf dieser Grundlage sollen dann technische und regulatorische (rechtliche) Ansätze, dem Problem zu begegnen, vorgestellt und diskutiert werden.

Ninja Murnau

Ninja Marnau ist Senior Researcher am CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit in Saarbrücken. Sie leitet dort eine rechtswissenschaftliche Forschungsgruppe für Datenschutz- und IT-Sicherheitsrecht. Ihre Forschung bewegt sich dabei interdisziplinär zwischen Recht und Informatik mit Fokus auf Datenschutz durch Technikgestaltung und IT-Sicherheitsregulierung.

ch2-ias

Session-Idee 1: Ich bin zwei Öltanks

Datenschutz und IT-Sicherheit in Kleinunternehmen

Auch kleine Unternehmen müssen die Anforderungen des Datenschutzes und der IT-Sicherheit umsetzen. Doch wie soll das gehen ohne die Ressourcen eines Öltankers zu haben? Eben genau hierüber möchte ich mit Ihnen reden und aufzeigen, wie es auch im kleinen Unternehmen möglich ist, die Anforderungen der IT-Sicherheit und des Datenschutzes erfolgreich umzusetzen.

Session-Idee 2: "Meine Frau hat schon Genug im Haushalt zu tun"

Herausforderungen bei der Frauenförderung in der IT-(Rechts-)Branche

Solche und ähnliche Sätze sind leider durchaus immer noch zu hören, wenn man über Frauenförderung in der IT-Branche spricht. Lassen Sie uns darüber diskutieren, welche unerwarteten Herausforderungen es bei der Förderung anderer Frauen zu entdecken gibt und welche Lösungen bereitstehen. Insbesondere die, sich Unterstützung im Umfeld zu schaffen und männliche Verbündete zu identifizieren und zu integrieren. 

Cristina Heymann

Ich bin seit 17 Jahren bin in der IT-Branche beschäftigt. Vorrangig war ich in der Frontend-Entwicklung für Webanwendungen und Apps tätig, bis ich durch meine Interessen für IT-Sicherheit und Datenschutz im Jahr 2015 den Bereich gewechselt habe. Ich bin DSB und IT-SiBe bei der IaS GmbH, einem kleinen Softwareunternehmen.
daniella domokos

Legal Tech? Legal Tech!

Was ist eigentlich dieses “Legal Tech”?

Was ist Legal Tech?! Was meinen die Begriffe Legal Operations, Agilität, Scrum und Disruption? Betrifft Legal Tech Ihre Arbeit, Ihre Mandanten oder gar Sie selbst? Was ist eine Blockchain? Müssen Sie jetzt Programmieren lernen oder sollten Sie besser gleich Ihre Kanzlei aufgeben bzw. die Tätigkeit als IT-JuristIn aufgeben? 

Legal Tech ist ein breites Feld und betrifft letztlich die Digitalisierung der gesamten Rechtsbranche. Ich diskutiere mit Ihnen, 

  • ob es uns alle betrifft (Ja!) 
  • ob es und vom Markt verdrängt (Nein!) 

und verspreche Ihnen, dass Sie keine Doktorarbeit schreiben müssen, um das Thema zu verstehen. Ich freu mich auf Sie und unsere Diskussion! 

Daniella Domokos

Ich bin Jurastudentin, Angehörige der Generation Y und und blogge seit Mai 2017 auf All about Legal Tech aus Leidenschaft zu eben diesem Thema.

Wenn Sie das Thema “Legal Tech” interessiert oder Sie sogar eine konkrete Frage/Idee haben, dann lassen Sie uns darüber reden!  Es geht hier nicht um mich, sondern um uns und unser digitalisiertes Leben. Die Details, über was und in welcher Form wir diskutieren werden, bestimmen wir gemeinsam! Ob Sie sich für eine Session zum Thema Legal Tech entscheiden oder nicht: Dies ist eine Unkonferenz, es sollte spannend wird spannend werden!

Sellinat

Aus dem Maschinenraum der Praxis: Personalarbeit und die DSGVO

Oder: Die Angst der Personaler vor den JuristInnen

Ich soll Legal fragen?!” – so oft die entsetzte Reaktion des Personalers, wenn er mit JuristInnen zusammenarbeiten soll. Dank DSGVO sind das derzeit vor allem die DatenschützerInnen und Compliance-Officer. Noch immer schießen dem innovativen Personaler Gedanken durch den Kopf wie “Mein Projekt ist dann tot. Das dauert Jahre bis wir das durchbringen. Die finden doch immer was! Blockierer! Geschäftsverhinderer!” – Das stimmt so natürlich gar nicht. Warum es im Leben wie Job immer Sinn macht als Personaler mit Compliance und Legal et vice versa zu sprechen und wie daraus ein Mehrwert entsteht, darum geht es in dieser Session. (Und vielleicht auch darum, wie Juristen den Personaler etwas besser verstehen können. 😉 ) 

Sebastian Sellinat

Sebastian Sellinat ist Personaler. Er trägt 15 Jahre Erfahrung in verschiedenen nationalen wie internationalen Unternehmen in generalistischen HR-Rollen im Gepäck. Von Mittelstand bis M-DAX. Von operativ bis strategisch. Mit einem klaren Blick für den dringend notwendigen Rollenwechsel von HR vom Verwalter zum Gestalter. Bis 2018 war er als Senior Manager Human Resources im Consulting/Development Team der AAREAL-Bank als HR-Business-Partner für die Betreuung von Führungskräften und Mitarbeitern verantwortlich. Mit einem großen Herz für Kollaboration, Kultur und Innovation bearbeitete er strategische Fragestellungen wie Employer Branding und Personalmarketing. 2018 erhielt er den Publikumsaward des Employer Brand Managers of the Year. 

Marion PNG

Session-Idee 1: Legal Project Management

Was können wir von der IT-Branche lernen?

Agiles Projektmanagement, Kanban-boards und Work-Breakdown-Structures sind für unsere Mandantinnen aus der IT-Branche seit langem selbstverständlich. Als ihre Beraterinnen müssen wir diese Sprache zumindest verstehen können. Viele Projektmanagementwerkzeuge sind ausserdem auch für die Arbeit von Juristinnen bestens geeignet, um unsere Beratung zu verbessern, unsere Arbeit effektiver zu machen und Risiken und Kosten im Griff zu behalten. Nach dieser Session

  • verstehen Sie die Grundbegriffe des Projektmanagements,
  • haben eine Vorstellung davon, welche Werkzeuge aus der LPM-Werkzeugkiste in Ihrem Arbeitsalltag nützlich wären und
  • sind neugierig auf mehr!

Session-Idee 2: Schweden als Vorreiter...

…der Digitalisierung des Rechts

Schweden hat seit langem eine Vorreiterrolle in der Entwicklung digitaler Dienstleistungen. Einige Beispiele: Spotify hat doppelt so viele bezahlende Anwender wie Apple Music und der Bezahldienst Swish wird von drei Vierteln aller Einwohner des Landes benutzt. Dies gilt auch in Bezug auf die Digitalisierung des Rechts: Die Innovationsbehörde Vinnova hat z.B. Ende 2018 insgesamt 14 Millionen Kronen an insgesamt 8 Legal-Tech-Projekte vergeben, die u.a. Techniken für AI-gestützte Vertragsprüfungen und webbasierte Nachlassverzeichnisse entwickeln wollen. Was sind die Erfolgsfaktoren für diese Entwicklung? Was davon lässt sich ggf. auf Deutschland übertragen? Wie geht man in Schweden mit den negativen Seiten der Digitalisierung um? Darüber möchte ich mit Ihnen diskutieren.

Marion Ehman

Marion Ehmann ist Rechtsanwältin, zertifizierte Legal Project Practitioner und Trainerin und Coach für Legal Project Management sowie Mitglied der schwedischen Vereinigung für IT und Recht. Sie lebt und arbeitet seit über 15 Jahren in Schweden und bewegt sich ständig im Spannungsfeld zwischen ihrer Faszination für IT und ihrer natürlichen Neigung zum ´late adopter´.

Gertje Tuschka PNG

Session-Idee 1: Agile Leadership

Wie die digitale Transformation Personalentwicklung und Führung beeinflusst

Der Rechtsmarkt befindet sich im Wandel: Mit der Digitalisierung eroberte die Innovation die Rechtsbranche. Diese bringt jedoch nicht nur Innovationen im Legal Tech Bereich hervor, die stupide Standardarbeit erleichtern, sondern auch solche, die ganze Geschäftsfelder der Anwaltschaft plötzlich in Luft auflösen. Oft gehen diese Innovationen mit der Notwendigkeit einher, Strukturen und Prozesse in den Kanzleien zu überarbeiten und neu zu definieren. Der Anwalt ist heute zumindest per E-Mail direkt und immer für jeden erreichbar. Damit kommt er auf  Augenhöhe des Mandanten; aber auch oft an die Grenzen seiner Belastbarkeit. Kanzleien sind nun emsig bemüht, Schritt zu halten:Innovation-Hubs werden ins Leben gerufen, um mit ambitionierten Junganwälten oder zugekauften IT-“Nerds” Legal Tech Anwendungen zu kreieren und neue Geschäftsfelder zu generieren.

Doch können solch “agile Teams” mit ihren “cross competencies” in den immer noch konservativ geführten Kanzleien, Strukturen und Kulturen überhaupt bestehen? 

Darüber möchte ich mit Ihnen unter dem Stichwort “Agile Leadership” diskutieren.

Netzwerken im Legal Tech Umfeld

It’s all about the money, Baby!

Legal Tech Meetups, Hackathons, Innovation Hubs und Awards sprießen aus dem Boden. Keines der klassischen Veranstaltungsformate der Legal Branche wie Anwaltstag, Anwaltzukunftskongresses u.a. kommt mehr ohne Legal Tech aus. Inzwischen nehmen sich auch die traditionellen Netzwerke und Vereine des Themas an. Und das ist gut so: Legal Tech ist in der Branche angekommen.

Aber: Wann sollte eine Idee in die Öffentlichkeit und was muss dabei von Anfang an bedacht werden? Patent- bzw. Urheberrechte, Fragen zu Gründungsformen, Kooperations- und Investmentverträgen sowie zur eigenen Positionierung spielen oft schneller als gedacht eine entscheidende Rolle auf dem Weg zum Erfolg.

Wie können Netzwerke bei der Bewältigung dieser Fragen unterstützen? Wann können sie schaden? Und warum sollte frau unbedingt von Anfang damit Geld verdienen wollen?

Dr. Geertje Tutschka

Dr. Geertje Tutschka ist seit über 25 Jahren Rechtsanwältin in Deutschland und Österreich mit vielen Jahren Berufserfahrung in den USA. Mit CLP-Consulting for Legal Professionals berät sie seit über sieben Jahren Juristen in allen Fragen rund um Kanzlei- und Karriereentwicklung. Mit CLP ist sie Partner von PANDA Law, MentorMe, Juristinnenbund und AG Anwältinnen des DAV, Legal Geek’s Women in LawTech group (UK), Women in Law (Ö), WomenInfluencePowerinLaw (US) uva. sowie Business Partner vieler IT-Firmen für die Legal Branche. Als Fachbuchautorin, Dozentin der FU Hagen und Bloggerin bei JurCoach hat sie insbesondere zu Leadership und Kanzleientwicklung veröffentlicht. Seit 2016 bietet sie die erste professionelle Ausbildung im Legal Coaching für Juristen an, die auf die Entwicklung der menschlichen Kompetenzen bei Juristen setzt – als Antwort auf die Legal Tech Panic.